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2016-04-15 1Nach dem Modell der Langhanteltrainerausbildung des Schweizer Bundesamtes für Sport in Magglingen und der Trainerakademie des DOSB Köln Deutschland ist in diesem Jahr auch in Österreich die erste Langhanteltrainerausbildung der Bundessportakademie Innsbruck mit 12 Absolventen erfolgreich abgeschlossen worden. Die dreiteilige Prüfung bestand aus einem schriftlichen Teil bei dem anhand von Videosequenzen Fehler erkannt und Korrekturmöglichkeiten aufgezeigt werden mussten. Der zweite Teil war ein prozessbegleitendem Video. Die Teilnehmer mussten sich einen Athleten suchen und seine Entwicklung in einer olympischen Hebetechnik dokumentieren. Der dritte Teil war die Präsentation der Kraftplanung über die Saison in der jeweiligen Sportart. Alle Teilnehmer habe durchweg super Leistungen erbracht und dürfen sich zurecht Langhanteltrainer nennen.

Gruppen Bild

Bereits zum fünften Mal seit 2012 hat Langhantelathletik das Prüfungsmodul für den Schweizer Langhanteltrainer absolviert. Es präsentierte sich eine große Bandbreite von Sportarten in den fünf neu gestalteten Modulen. Allen voran die Fußball Fitnesstrainer vom FC Basel und Grashopper Zürich. Die neue Konzeption, in sich abgeschlossene Module hat sich bewährt und wurde von den Teilnehmern positiv aufgenommen. Das Markenzeichen der Ausbildung in der Schweiz, unter der Leitung von Christian Thomas und Martin Zawieja, ist die fortlaufende Evaluation des Systems Langhanteltrainer. Adrian Rotenbühler als verantwortlicher Mitarbeiter von der Trainerbildung am Bundesamt für Sport in der Schweiz, forderte nach jedem Modul eine intensive Rückmeldung der Teilnehmer, die sofort im nächsten Modul evaluiert wurde. Ein besonderes Highlight war erstmalig ein Eingangs- und Ausgangsvideo von allen Teilnehmern, die eine teilweise spektakuläre Entwicklung im Bereich des Technikerwerbs dokumentierte. Auf Langhantelathletik kann dieses Video betrachtet werden. Hier wird das unterstrichen, was alle Teilnehmer am Ende der Ausbildung propagierten, die hohen Qualitätsansprüche, die Langhantelathletik an diese Ausbildung stellt.

Letztes Jahr im Oktober ist Mama Swetlana Konov durch Irmelin B. Otten (Präsidentin des Europäischen Schnelllaufkomitees C.E.C.) zu Christian Thomas von Langhantelathletik gekommen und sagte zu ihm: „Meine Tochter macht Eiskunstlauf und braucht mehr Kraft in den Beinen, die sie für ihre Sprungkraft benötigt“. Bis dahin wusste Christian noch nicht was ihn erwartet. Als die erste Trainingseinheit anstand, kam die kleine Überraschung. Michelle Konov ist zwölf Jahre jung und wiegt ganze 28,5kg. In den ersten Einheiten ging es darum die Langhanteltechniken wie Umsetzen, Standstoßen, sowie die Reißkniebeugen, Kniebeuge und die Zugbewegungen zu erlernen.

Durch ihr sehr gutes Körpergefühl konnte Michelle die Übungen schnell beherrschen, sodass wir beginnen konnten mit leichten Zusatzlasten zu arbeiten. Zur Überraschung von Mama Swetlana und Eiskunstlauftrainer Peter Sczpa hat sich das Langhanteltraining durch das Erlernen der neuen Bewegung auch auf dem Eis zeitnah bemerkbar gemacht. Dabei benutzten wir die Reißkniebeuge als Stabilitätsübung, die Schnellkräftigen Übungen Umsetzen und Standstoßen zur Kraftentwicklung und die Kombinationen von „Lastheben“ und spezifischen Sprüngen als Voraktivierung mit Übertrag um die Nähe zur Sportart herzustellen. Ein sehr schönes Ergebnis der letzten Wochen Training ist, dass Michelle mit ihren jungen 12 Jahren Bundeskader geworden ist. Herzlichen Glückwunsch und weiterhin viel Spaß beim fleißigen trainieren.