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Am vergangen Wochenende haben unsere Langhantelathletik-Schulen Basic und Advanced im Athlevo CrossFit in Hamburg bei Box-Owner Thorben Külper stattgefunden. Der Samstag stand ganz im Zeichen des Basic-Kurses. Vormittags haben wir uns dem Reißen (snatch) und Nachmittags dem Umsetzen (clean) und Ausstoßen (jerk) gewidmet. Schritt für Schritt hat sich jeder Teilnehmer an die komplexen olympischen Hebetechniken herangearbeitet. Wichtig war vor allem das Klären bestimmter Schlüsselpositionen, wie Knieunterschieben, aktiver Hüft- und Schultereinsatz, die sehr häufig missverstanden werden.

Der Sonntag stand im Zeichen der biomechanischen Analyse der Olympischen Techniken mittels eines Analysesystems. Nach einer kurzen Erklärung der Kurven und verschiedenen Parameter ging es an die individuellen Auswertungen. Wichtig für die Teilnehmer war vor allem die detaillierte Analyse der Hebungen mit den entsprechenden Übungen und Hilfestellungen für die Verbesserung der individuellen Abläufe gewesen.

Den Abschluss beider Tage rundete ein kleiner Sitzkreis ab in dem jeder Teilenehmer seine zwei wichtigsten Punkte für die jeweiligen Techniken, Reißen, Umsetzen und Ausstoßen präsentierte an denen er die nächsten Einheiten arbeiten wird.

Die Tradition geht weiter…

10. Februar 2018

CrossFit Nordlicht gehört mittlerweile zu einem der langjährigsten Partner von Langhantelathletik. Seit mehr als 3 Jahren besteht diese erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Boxowner Jörn Heineke, in der wunderschönen Anlage in Bremen, die aktuell noch einen weiteren Ausbau in den Beziehungen planen. Martin Zawieja hatte spontan die Verantwortlichen des Gewichtheberverbandes Bremen zur Langhantelathletik-Schule Basic und Advanced eingeladen. Zielstellung ist das Zusammenführen von CrossFit und Gewichtheben im norddeutschen Raum. Wilfried Hagedorn plant mit seinem Nordverbund (Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein) das Gewichtheben in Norddeutschland auf allen Ebenen zu fördern und zu entwickeln. „Wir brauchen einfach mehr Heber bei unseren Wettkämpfen“ so der Bremer Sportfunktionär und ehemalige Gewichtheber. Der 1.Schritt ist getan und die Gespann Heineke, Zawieja und Hagedorn schauen zuversichtlich in die Zukunft.

Zwei intensive praxisorientierte Schulungstage liegen hinter dem Team vom CrossFit Nordlicht und Langhantelathletik. Am ersten Tag durften die Fortgeschrittenen Athleten an der Langhantel mittels des biomechanischen Messsystems präsentieren wie ihre Bewegungsabläufe in den olympischen Hebetechniken Reißen (snatch), Umsetzen (clean) und Ausstoßen (jerk) sind. Die Teilnehmer waren überrascht welche kleinen Veränderungen ein neues leichteres Gefühl für die Hebetechniken ergeben. Obwohl diese schon sehr gute Bewegungsabläufe zeigten, konnte an der einen oder anderen Stelle noch eine Reserve genutzt werde. Christian Thomas von Langhantelathletik hat diesmal auch eine kleine Gedankenstützt mitgebracht. Ein Arbeitspapier auf den die wichtigsten Übungen vermerkt sind und jeder Sportler sich eine individuelle Gedankenstütze notieren konnte. Dies sollte vor die Hantel gelegt werden und vor Augen führen an was man selbst denken soll bevor man einen Reiß- oder ein Umsetzversuch durchführt.
Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der Einsteiger. Der Vormittag bzw. die ersten zwei Übungen waren maßgeblich für den Verlauf des Tages verantwortlich. Über die Kniebeuge hinten und die Reißkniebeuge hat sich Christian einen Überblick verschafft, welche Voraussetzungen die Teilnehmer für die komplexen Hebetechniken mitbringen. Diese waren sehr gut, dass am Vormittag direkt mit dem Erlernen und Verbessern des Reißens begonnen und am Nachmittag mit den Umsetzen, den verschieden Zugbewegungen und dem Ausstoßen beendet werden konnte. Der nächste Termin im CrossFit Nordlicht ist am 27.+28.01.2018.

Die CrossFit Box 227 in Karlsruhe war Ausrichter des 1.Baden Battle, ein CrossFit Wettkampf mit Langhantelbeteiligung. Langhantelathletik fungierte als offizieller Sponsor und organisierte den Gewichtheberbereich. Die Mannschaften bestehend aus einer weiblichen- und einem männlichen Starter hatten die Aufgabe, gemeinsam innerhalb von 2 Minuten, eine Last im Stoßen zu bewegen. Nur wenn beide Sportler die gehobene Last zeitgleich über den Kopf fixieren konnten, wurde ein gültiger Versuch in die Wertung aufgenommen. Gewertet wurde mit der fairen Sinclairbewertung. Das Körpergewicht wurde in Relation zur gehobenen Last gesetzt und ergab eine Gesamtpunktzahl. Martin Zawieja fungierte als Kampfrichter und Christian Thomas war für das Scoring der gesamten Veranstaltung verantwortlich. Mit über 23 Boxen durften über 100 Teilnehmer im Eishockeystadion von Pforzheim begrüßt werden. Langhantelathletik präsentierte in der Pause die Langhantelathletikschule. Highlight war die Vorstellung von Christian Thomas, der einmal mehr seine Qualitäten im Langhanteltraining zeigte und ganz locker 100kg im Snatch Ballance zur Hochstrecke brachte.

Die Freude war groß als sich die ehemaligen Gewichtheber der Nationalmannschaft von 1988 Manfred Nerlinger, Axel Strompf und Martin Zawieja in München trafen. Manfred Nerlinger seines Zeichens einer der erfolgreichsten deutschen Gewichtheber aller Zeiten, hatte in einer Münchner Gasstätte geladen. Es wurde über alte Zeiten gefachsimpelt und festgestellt dass Martin Zawieja und Manfred Nerlinger 1988, mit Bronze und Silber bei den Olympischen Spielen in Seoul ausgezeichnet, etwas erreicht haben, was es so im Deutschen Gewichtheben niemals mehr geben wird. Mit zwei Deutschen auf dem Siegertreppchen bei den Olympischen Spielen in der „Königsklasse“ dem Superschwergewicht war es einer spektakulärsten Veranstaltungen in Südkorea. Ebenfalls mit von der Partie war Axel Strompf, der damals als Ersatzmann im Schwergewicht bis 100kg ebenfalls die Norm erreichte aber sich im internen deutschen Duell Peter Immesberger und Maik Nill geschlagen geben musste. Erst genannter erkämpfte damals ebenfalls eine Bronzemedaille und machte das sehr erfolgreiche Abschneiden der Deutschen Olympia Mannschaft 1988 perfekt.

Der Medical Athletik Coach geht bereits ins 2.Jahr und erfreut weiterhin einer großen Beliebtheit für den Bereich der Sportphysiotherapeuten und Sportwissenschaftler. Hauptthema dieser modularen Fortbildung ist die Schnittstelle zwischen Therapie und Training. Erfahrungsgemäß sind alle Physios in der Therapie sehr gut ausgebildet, aber wie integriert sich ein athletisches Training zum Wiedereinstieg in das Mannschaftstraining? Martin Zawieja von Langhantelathletik, ist einer der Hauptreferenten und präsentierte neben dem Übungskatalog der Muskelleistungs- und Schnellkraftübungen, der Leistungsdiagnostik im Krafttraining, Trainingsbeispiele aus der Handball Bundesliga. Gerade die Umsetzung der Planung abgeleitet aus wissenschaftlichen Erkenntnissen gepaart mit vielen Praxiserfahrungen interessierten die Teilnehmer besonders. Das sehr unterschiedliche Leistungsniveau und das hohe Spielaufkommen stellt nicht nur die einzige Schwierigkeit bei der Planung dar. Auch das unterschiedliche Anforderungsprofil auf den Spielpositionen ist zu berücksichtigen und benötigt Entwicklungszeiträume.

Christian Thomas und Martin Zawieja waren wieder einmal im schweizerischen Magglingen als verantwortliche Referenten gefordert. Kindertraining war diesmal der inhaltliche Schwerpunkt und der Wettkampf als Eigenerfahrung, stellte die Teilnehmer vor großen Aufgaben, die mit Bravour gelöst wurden. Ein weiteres Highlight war die Präsentation von jungen Damen aus dem Nationalen Fußball Leistungszentrum in Biel. Das Erlernen des Reißens stand auf der Tagesordnung und sollte im Rahmen des Lernphasenmodells den Fußballerinen der Jahrgänge 2001 und 2002 näher gebracht werden. Diese praxisnahe Lehrbefähigung wurde von Christian und Martin als Supervisor mit Argusaugen begleitet. Die anschließende Auswertung brachte dann die entsprechenden Erkenntnisse für das zukünftige Training mit eigenen Sportlern an der Langhantel. Die Damenmannschaft zeigte sich abschließend begeistert über einen Trainingsinput „ohne Ball“ und die kreativen Langhanteltrainer, die es immer wieder verstanden hatten mit kleinen Motivationshinweisen und Tipps den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten.

Martin Zawieja war bereits vor 10 Jahren Referent im Luxemburger Leichtathletikverband und präsentierte dort das Langhanteltraining aus der Sicht eines Gewichthebertrainers. Zur damaligen Zeit noch in seiner alten Tätigkeit als Bundestrainer Gewichtheben. Jetzt 10 Jahre später, mit einem ganz anderen Erfahrungsschatz in den Sportarten ausgestattet, bekommt das Langhanteltraining in Rahmen der Semingestaltung ein anderes Gesicht. Der methodisch – didaktisch optimale Aufbau im Sinne eines langfristigen Leistungsaufbaus in den Sportarten, stellt etwas andere Anforderungen an den Referenten. Das Langhanteltraining in der Leichtathletik ein wichtiges Trainingsmittel ist, ist sicher unbestritten. Die Frage nach dem effizienten Einsatz des Krafttrainings und der Langhantel umso wichtiger. Oder in welchen Disziplinen muss ich welche Übungen, Intensitäten und Umfänge einsetzen? Gerade in den Ausdauerdisziplinen scheint eine Laufökonomie durch Kraft- und Langhanteltraining eine echte Leistungsreserve zu sein. Hier muss allerdings mit Augenmaß geplant werden. Gut das Martin Zawieja und Langhantelathletik auch auf einen großen Erfahrungsschatz in den Sportarten zurückgreifen kann.

Die Trainerakademie des DOSB hatte das Referententeam von Langhantelathletik wieder einmal für den Kraftbereich im Rahmen der Ausbildung zum Athletiktrainer angefragt. Diese im deutschsprachigen Raum anspruchsvolle Ausbildung, wird mittlerweile auch durch den DFB anerkannt und hat sich zur 1.Adresse in Richtung Athletiktrainerausbildung entwickelt. Christian Thomas und Martin Zawieja waren mit den Inhalten des Langhanteltrainings auch diesmal ein Highlight für die Teilnehmer. Neben dem Lernphasenmodell in der Praxis, beschreibt Christian Thomas das von Ihm kreierte „EMTL“ Training. „Einfach Mal Trainieren Lassen“ bedeutet, nicht zu sehr „zahlenverliebt“ die Maximalkraftplanung aus der Sportwissenschaft übernehmen und möglicherweise in der praktischen Umsetzung scheitern. Beide Referenten haben durch Ihre langjährige Erfahrung in vielen Sportarten erleben dürfen, dass es einfach Zeit braucht, bis die Sportler in der Lage sind, schwer zu trainieren. Viele Anwender sind hilflos überfordert die angegebenen Umfänge und Intensitäten zu trainieren. Langhantelathletik hat dazu passend mit dem EMTL Training, eine praxisnahe Lösung gefunden.

Hartmut Winter von Langhantelathletik startete erstmals in diesem Jahr mit der Langhantelathletik-Schule in Heidelberg als neuer Referent bei Langhantelathletik. Martin Zawieja und Christian Thomas waren parallel in Bremen und Karlsruhe im Einsatz, so dass Hartmut erstmalig die Gruppe alleine führen und begleiten musste. Die Teilnehmer zeigten sich beeindruckt von der Akribie der Details im Umgang mit der methodischen und didaktischen Hinführung von den Basisübungen zu den olympischen Hebeübungen. „Nur wer die Wichtigkeit und die intensive Schulung der stabilisierenden und mobilisierenden Übungen verstanden hat, kann die Umsetzung in explosive und komplexe Bewegungsausführungen nachvollziehen und umsetzen“ so der Trainer. Mit der Integration von Hartmut Winter und Kathrin Schönemann hat Langhantelathletik einen weiteren Schritt in Richtung Ausbau der Langhantelathletik-Schulen umgesetzt. Mit der Partnerschaft von insgesamt mehr als 15 Boxen zeigt die Entwicklung der Langhantelathletik-Schule weiter ein ansteigendes Niveau.