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2015-12-09 1

Martin Zawieja von Langhantelathletik war wieder einmal als Referent bei der B-Trainerausbildung des südbadischen Handballverbandes gefordert. Aus der Tradition in der Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Handball Bundestrainer und Südbadener Martin Heuberger entstanden, war das Thema „Grundlagen des Krafttrainings für die Vereine an der Basis“ in Theorie und Praxis. Begeistert zeigten sich die Teilnehmer von dem Ansatz halbe Einheiten in Form von 30min. Belastung als muskuläre Voraktivierung und nicht ermüdend, vor dem Handballtraining einzusetzen. In diesem Modus zeigt sich das Langhanteltraining besonders effektiv. Drei komplexe Langhantelübungen zur Leistungsoptimierung in Verbindung mit einem stabilen Rumpf und einer stabilen Beinachse, ist der „Königsweg“ für eine optimale Athletik während der Saison.

Der Artikel von Bukac und Zawieja (2014) „Langhanteltraining im Leistungssport ist kein Gewichtheben” sorgt im Streitforum der Zeitschrift „Leistungssport“ für einen regen Schriftwechsel zwischen den Autoren Bukac / Zawieja  und den Lesern Herrn Prof i.R. Dr. Dieter Steinhöfer, Martin Heuberger und Prof. Dr. Arnd Krüger. Es werden verschieden Positionen dargelegt und konstruktive Kritik geäußert, sowie aktuelle wissenschaftliche Untersuchen präsentiert, welche die Argumentationen bekräftigen.

Alle Artikel sind in der Leistungssport in den Ausgaben 1-3/2014 zu finden.

LS 44-1 2014 LS 44-2 2014 LS 44-3 2014

 

Quellen:

  • Bukac, D.,Zawieja, M. (2014). “Langhanteltraining im Leistungssport ist kein Gewichtheben”.Leistungssport  44(1): 14-19.
  • Heuberger, M. (2014). „Stellungnahme zum Leserbrief von D. Steinhöfer in Leistungssport, Heft 2/2014, betreffend den Artikel „Langhanteltraining im Leistungssport ist kein Gewichtheben“ (1/2014, S.14-19)“. Leistungssport 44(3):46-47
  • Krüger, A. (2014). „Streitforum Leistungssport“. Leistungssport 44(3): 47-48
  • Lloyd, R. S., Faigenbaum, A. D., Stone, M. H. et al. (2014). „Position statement on youth resistance training: the 2014 Inaternational Consensus“. Brithish Journal of Sports Medicine 48(7): 498-505
  • Steinhöfer, D. (2014). „Streitforum – Gegendarstellung zum Artikel: „Langhanteltraining im Leistungssport ist kein Gewichtheben“. Leistungssport 44(2): 47-48
  • Zawieja, M., Bukac, D. (2014). „Zum Leserbrief von Dr. Steinhöfer in der „Leistungssport“-Ausgabe 2/2014, betreffend den Artikel „Langhanteltraining im Leistungssport ist kein Gewichtheben“ (1/2014, S. 14-19) erreichten die Redaktion die folgende Stellungnahme der Autoren sowie weiter Leserbriefe“. Leistungssport 44(3): 45-46

2014-02-01 1Martin Zawieja von langhantelathletik.de, war als Referent bei der diesjährigen Tagung der Cheftrainer der HBL Bundesliga, geladen. Auf Empfehlung, des Bundestrainers Martin Heuberger wurden die athletischen Schwerpunkte und Erkenntnisse der Arbeitsgruppe Athletik im DHB (Thorsten Ribbecke, Daniel Bukac und Christian Thomas) den 15 Erstligatrainern präsentiert. Schwerpunkt der Inhalte waren primär: Leistungssteigerung in den Zielbewegungen (Sprint, Sprung und Wurf) und Verletzungsprävention. Hier spielt die Basiskraftentwicklung mit Langhantel eine zentrale Rolle. Die Trainer zeigten sich sehr interessiert an dieser Konzeption. Verstärkt wurde die Präsentation durch den Apell von Martin Zawieja, dass alle Athletiktrainer der Bundesliga weitere Ausbildungstools nutzen sollten, damit die hohen Qualitätsansprüche in der Liga auch im athletischen Bereich einen gewinnbringenden Übertrag zeigen. Passend dazu stellte Thorsten Ribbecke, in dreifacher Mission vor Ort (Mitstreiter in der Arbeitsgruppe Athletik im DHB, Athletiktrainer der HSG Wetzlar und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Trainerakademie), das Fortbildungsprogramm der Trainerakademie des DOSB vor. Mit einer wissenschaftlich hochwertigen und praxisorientierten Ausbildung zum Athletiktrainer und/oder Langhanteltrainer kann sich jeder Athletiktrainer in der Handball Bundesliga gut qualifizieren.

2013-09-17Bereits vor 2 Monaten hatte die Zusammenarbeit zwischen Martin Zawieja und dem HSC Coburg, 3.Liga Handball, begonnen. Entstanden ist die Kooperation durch den Kontakt innerhalb der Handball Nationalmannschaft. Der Co-Trainer von Martin Heuberger, Jan Gorr, seit Anfang der Saison Trainer in Coburg wollte auch seine Mannschaft im Bereich des Langhantel- und Athletiktrainings gut betreut wissen. Neben diversen Trainingsbesuchen und einer gut durchdachten Trainingsplanung, waren am 17.09.2013 vier Spieler zur intensiven Technikschulung vor Ort. Hier wurden die Handballer neben den Verbesserungen der Hebetechniken in die neuen Inhalte der nächsten Trainingsphase eingewiesen. Langhantelathletik.de versucht mit hohen Qualitätsansprüchen im Athletiktraining das hoch gesteckte Ziel des HSC Coburg, den Aufstieg in die 2.Liga, zu unterstützen.

Athletische Fähigkeiten und Fertigkeiten (Rangliste)
Trainingsinhalte
Zielstellung
Sprint/Sprung/Wurf  Fokussierung auf spezifische Übungsformen, mit dem Schwerpunkt auf die Ausprägung der Intensitäts-gestaltung (95+) Ausprägung der Zielbewegung auf höchstem Qualitäts- und Quantitätsniveau. Bedeutet, variable Verfügbarkeit über die gesamte Spielzeit
Handballtrainer und Athletiktrainer in der Halle. Bevorzugt vor dem Mannschaftstraining
Beispiel Springen: DVZ-Sprünge, Sprünge mit Zusatzlast
Muskel Kraft 

Bedeutet, alle Kraftübungen ohne Ansprüche auf die Bewegungs-geschwindigkeit

Integration von IK-Training. Breit ausgebildetes Niveau der Kraftfähigkeit in allen Laststufen, für hohe Übertragleistungen
Zyklisierung und Planung der unterschiedlichen Kraftfähigkeiten (Maximalkraft / Schnellkraft / Reaktivkraft) Positionsbezogen Fokussierung auf die gewünschten Kraftanforderungen. Beispiel:
Individuell positionsbezogenes Aufbautraining Außen –hohe relative Muskelkraft / Kreisläufer-mittlere relative Muskelkraft, dafür mehr Masse
Wertetabelle(3RPM)  für Haupttrainingsübungen
Muskel Leistung 

Bedeutet, alle Kraftübungen mit Ansprüche auf die Bewegungs-geschwindigkeit

Schwerpunktsetzung mit der Langhantel intensitätsorientiert Hohe Muskelleistung auf allen Spielpositionen
Reißen, Umsetzen,  Ausstoßen, Zusatzübungen möglich (Kurzhantelstoßen, Kettle-bell) Zielrichtung  90-120% des Körpergewichtes in der optimalen Technik, als 3er Bestwert.
Koordination Training von stabilen Fertigkeiten unter erschwerten* Bedingungen (Kombinationsübungen), spezifisch mit Ball und unspezifisch ohne Ball (Koordinationsleiter)* Präzision, Zeitdruck, Umgebung, Belastung, Komplexität Sehr hohes Niveau einer präzisen Bewegungsausführung bei hochintensiven Bewegungen unter sportartspezifischem Timing (zeitlich und räumlich)
Beweglichkeit Statische und dynamische Beweglichkeitsübungen (spezifische Bewegungsamplituden) mit ausgesuchtem und individuellem Übungskatalog (in Zusammenarbeit mit dem Physiotherapeuten, falls vorhanden) Das Stabilisieren der optimalen Beweglichkeit für technisch hochwertige Bewegungsausführungen im Handball.
Schutz von passiven Strukturen durch dehnfähige Muskulatur, die in einem großen Winkelbereich Kraft entwickeln kann.
Beweglichkeit als Kombination aus Mobilisation und Stabilisation, Ziel: optimale Ausprägung – d.h.: erhalten „trotz“ Kraftzuwachs und Muskelmasse
spezielle Stabilität Ausgesuchte und spezifische Stabilitätsübungen mit angemessenem Schwierigkeitsgrad. Stützübungen mit verschiedenen Varianten, Partnerübungen) Angemessene Rumpf- Beinachsen- und Schulterstabilität
Gute Ausprägung der spezifischen Stabilität,als Leistungsfaktor in der Abwehr oder für den Kreisläufer, trotz steigender Kraftwerte und Muskelmasse
FMS Test mindestens 18 Punkte von 21.
Energiebereitstellung / Regeneration und Ausdauer 2x pro Woche handballspezifisches Ausdauertraining (höhere Herzfrequenz, an der anaeroben Schwelle, etwa 30min.). Das bedeutet, schwerpunktmäßig 1x Grundlagenausdauer (intensive Dauermethode) und 1x anaerobe Ausdauer (hochintensives Intervalltraining) in Abstimmung mit dem Handballtraining (auch in der Handballeinheit). Vor der Saison Mindestanforderung. In der Saison 1x als regenerativer Dauerlauf. Ausprägung eines hohen Niveaus auf breiter Basis in der Energiebereitstellung
Förderung der Regeneration