Archives For im

Umsetzen mit leichtem Ausfallschritt

Kürzlich hatte ich einen anderen Trainer bei mir im Training und es kam eine Frage auf, bei der ich dich gerne um eure Meinung bitte. Er habe einige Athleten, die beim Umsetzen in Rücklage geraten. Deshalb lässt er die Athleten die Füße beim Umgruppieren in einen leichten Ausfallschritt stellen. Diese Position sei stabiler und die Athleten haben so keine Rücklage mehr. Meine Überlegungen sind, dass das hintere Bein fast im 90 Grad Winkel steht bei einem Ausfallschritt und so eine hohe Belastung auf die Patellarsehne entstehen kann und somit das Gewicht nicht in einer optimalen Position abgebremst werden kann.

Die Stellungnahme von Langhantelathletik

Die Rückenlage beim Abbremsen der Hantel ist ursächlich auf eine falsche Bewegungsvorstellung in der Phase des Umgruppierens zurück zu führen. Das bedeutet, der Sportler führt seinen Oberkörper nach der maximalen Überstreckung nicht zurück in eine Oberkörpervorlage und schiebt in der Bremsphase die Knie aktiv nach vorne. Eine korrekte Ansprache und ein üben der Teilbewegung lässt diesen Fehler in kurzer Zeit revidieren. Folgende  Hinweise werden den Fehler korrigieren:

  • Nach der Körperstreckung das Gesäß aktiv nach hinten schieben
  • Mit einer leeren Hantelstange, Hantel in Brusthöhe und aktives Umgruppieren üben. Eigene Ansage….Oberkörper nach vorn, Gesäß nach hinten.

Falsch

umsetzen ausfall rücklage falsch

Richtig

umsetzen ausfall rücklage richtig

Mehr Informationen könnt ihr bei unserem Kompaktseminar am 10.-12.06.2016 erfahren.
Erlenen und Planenj

Am Startpunkt 2.Zugphase sollte die Schulter weiter aufgerichtet sein

Kürzlich hatte ich einen anderen Trainer bei mir im Training und es kam eine Frage auf, bei der ich dich gerne um eure Meinung bitte. Er habe einige Athleten, die am Anfang der 2.Zugphase mit dem Oberkörper (Schulter) weiter aufgerichtet sind. Die Begründung war, durch die Aufrichtung des Oberkörpers (Hantel näher am Drehpunkt) wird Hebel kürzer und die Rumpfbelastung in der Beschleunigungsphase wird deutlich reduziert.

Die Stellungnahme von Langhantelathletik

Ist die Schulter zu Beginn des 2.Zuges nicht über sondern hinter der Hantel, hat der Sportler keine Chance eine optimale Hüftstreckung zum Einsatz zu bringen. Ausschließlich eine Kniestreckung für die maximale Körperstreckung und Geschwindigkeit zu nutzen ist nicht nur unökonomisch (gemeinsame Hüft- und Kniestreckung sind immer effektiver) sondern auch technisch fehlerhaft, weil durch eine zu starke Aufrichtung des Oberkörpers ein nicht gewünschtes Schlagen der Hantel provoziert wird.

Startpos 2. zug falsch

Falsch

Startpos 2. zug richtig

Richtig

Mehr Informationen könnt ihr bei unserem Kompaktseminar am 10.-12.06.2016 erfahren.
Erlenen und Planenj

Reißen im engen Griff (Griffbreite Umsetzen)

Kürzlich hatte ich einen anderen Trainer bei mir im Training und es kam eine Frage auf, bei der ich dich gerne um eure Meinung bitte. Er habe einige Athleten, die beim Reißen im engen Griff Reißen. Die Begründung war, auf der einen Seite die Schulter zu schonen (je breiter die Griffbreite, desto höher die Stabilitätsmomente im Schultergelenk) und auf der anderen Seite eine größer Hüftaktivität in der Beschleunigungsphase zu erreichen, damit ein größerer Übertrag auf die horizontale Beschleunigung gewährleistet ist.

Die Stellungnahme von Langhantelathletik

Enges Reißen benötigt eine extreme Beweglichkeit im Schultergelenk und ist durch den langen Hubweg auf große Geschwindigkeiten angewiesen. Das Hauptproblem ist aber das der gesamte Bewegungsablauf in der Zugphase verfälscht wird und durch einen starken Hüfteinsatz die Hantel nach vorn geschlagen wird, was zu großen Problemen beim Fixieren der Hantel führen kann. Insgesamt betrachtet, ist die Bewegung unökonomisch und verletzungsgefährdend und hat keine Vorteile gegenüber dem klassischen Reißen.

enger Reißgriff falsch

Falsch

enger Reißgriff richtig

Richtig

Mehr Informationen könnt ihr bei unserem Kompaktseminar am 10.-12.06.2016 erfahren.
Erlenen und Planenj

2016-01-19 1

Johanna Kubens und Martin Zawieja von Langhantelathletik hatten eine ganz besondere Aufgabe im Rahmen des 3.Moduls des Medical Athletik Coaches (MAC) der spt Education zu erfüllen. Auf dem Programm standen die spannenden Inhalte Schnellkraftentwicklung und Schnelligkeit in den Grundfertigkeiten Sprint, Sprung und Wurf. 2016-01-19 2Die Referenten hatten sich für dieses Modul einen echten Profi auf diesem Gebiet, ins Boot geholt. Adrian Rotenbühler, Leichtathletiktrainer aus der Schweiz und verantwortlich für die besten Mehrkämpfer und Sprinter. Das Modul wurde abwechselnd mit den Inhalten aus dem kraft- und aus dem Schnelligkeitstraining bedient. Von der Diagnostik in die Planung bedeutete, ein athletisches Profil in verschiedenen Sportarten für diese Bereiche von den Teilnehmern erstellen zu lassen und daraus die richtigen Ableitungen und Inhalte für das Training zu entwickeln. Welche Ziele, Methoden und Inhalte haben den größten Übertrag auf die Leistung in der eigenen Sportart, waren die 2016-01-19 3große Herausforderung. Gerade die perfekte Symbiose zwischen den Inhalten von Kraft und Schnelligkeit muss gut durchdacht sein. Alle Teilnehmer zeigten sich begeistert von der Abstimmung und Verzahnung der Inhalte. „Endlich werden wichtige Komponenten zusammengefügt und plausibel dargestellt, damit eine Trainingsplanung entwickelt werden kann“, so einer der Teilnehmer. Ein weiteres Highlight war die Darstellung Testmöglichkeiten der explosiven Muskelleistungsübungen. Hier konnte Langhantelathletik mit einfachen Mitteln ein wichtiges Steuerelement eingebracht werden.