Archives For Schweizer

Christian Thomas und Martin Zawieja haben wieder einmal erfolgreich eine lizenzierte Langhantel Trainerausbildung in der Schweiz abgeschlossen. Seit 6 Jahren wird diese Ausbildung am Leistungszentrum in Magglingen angeboten. Leider zum letzten Mal. Das Bundesamt hat eine neue Struktur verabschiedet und wird in Zukunft den Langhanteltrainer mit in die Berufstrainer und Konditionstrainerausbildung als eigenständige Module integrieren. Besonders stolz sind Christian und Martin, dass Sie die einzigen nicht Schweizer in einem sehr renommierten Dozententeam sein dürfen und mittlerweile zu einer festen Größe in der Schweizer Trainerbildung gehören. Es kommen spannende Aufgaben und viele neue Perspektiven auf Langhantelathletik in der Schweiz zu, die es zu bewältigen gibt.

2016-04-27 1

Martin Zawieja von Langhantelathletik und der Schweizer Mehrkampftrainer Adrian Rotenbühler, hatten die anspruchsvolle Aufgabe die motorischen Grundlagen Kraft und Schnelligkeit, in der Ausbildung zum Medical Athletik Coach (MAC), zusammen zufügen. Keine leichte Aufgabe, bedenkt man die große Bandbreite im Rahmen eines „funktionellen“ Krafttrainings. Die Teilnehmer zumeist Sportphysiotherapeuten zeigten sich begeistert von der Kooperation und der Verzahnung der Inhalte. Beide Referenten schafften es immer wieder, einen Bezug zur Kraft bzw. zur Schnelligkeit zu finden. Neben einer intensiven Praxisschulung der athletischen Grundbewegungen Sprint, Sprung und Wurf, wurde an den explosiven Kraftübungen aus dem Katalog der Muskelleistungsübungen gearbeitet. In den Theorieeinheiten, wurde neben den wichtigen Inputs der aus dem Bereich der Trainingswissenschaft und Muskelphysiologie, im Rahmen von Gruppenarbeiten, sportartspezifische Trainingsmodelle für die Bereiche Kraft und Schnelligkeit aufgebaut. Gerade die Fragen der Effizienz und Ökonomie des athletischen Trainings, wurden intensiv diskutiert. Wie viel explosive Kraft braucht eine Spielsportart, oder auf welchem Niveau müssen Spielsportarten eine Lauf- oder Sprungschule absolvieren?

 

2015-03-26 1

Raphael Schmidiger Koordinator des Athletiktrainings im Schweizer Skiverband Swiss Ski hat Christian Thomas zu einer internen Weiterbildung seiner Athletiktrainer und Physiotherapeuten zum Thema: „Kniebeuge“ eingeladen. Jeder weiß um dem Mythos Kniebeuge, Knie über die Zehenspitzen oder nicht, Front- oder Nackenkniebeuge, halbe oder tiefe Kniebeuge, tiefe oder hohe Ablage der Hantel? In all diese Fragen hat Christian versucht Struktur und Klarheit zu schaffen. Grundsätzlich sein so viel gesagt. Wenn jemand über Kniebeuge spricht oder man Studien liest, sollte man sich folgende Fragen stellen.

  1. Wo kommt derjenige her und welche Ausbildung hat er als Referent oder Autor (Medizinische Trainingstherapie – Powerlifting – Bodybuilding – Gewichtheben …)?
  2. Was ist seine Zielstellung im Krafttraining (Wiederherstellung mit Bewegungseinschränkung – Wettkampfsport – Leistungssteigerung – Leistungsausprägung…)?
  3. Wenn er von Kniebeuge spricht, wie sehen diese aus? Meist werden unter dem Begriff Kniebeuge unterschiedliche Ausführungen verstanden.

Die momentan beste Studie zu den Kniebeugen, die alle aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse zusammenfasst und kritisch darstellt, ist von Hartmann & Wirth (2014). Absolut empfehlenswert.

Quelle: Hartmann, Hagen; Wirth, Klaus (2014). „Literaturbasierte Belastungsanalyse unterschiedlicher Kniebeugevarianten unter Berücksichtigung möglicher Überlastungsschäden und Anpassungseffekte“. Schweizerische Zeitschrift für Sportmedizin und Sporttraumatologie, 62 (1): 6–23