Archives For Stellungnahme

Die Kniebeuge auf dem Vorderfuß

Kürzlich hatte ich einen anderen Trainer bei mir im Training und es kam eine Frage auf, bei der ich dich gerne um eure Meinung bitte. Er habe einige Sportler, die die Kniebeuge bewusst auf dem Vorderfuß (Druckbelastung auf den Fußballen) absolvieren. Hintergrund soll ein größerer Übertrag auf die sportartspezifische Bewegung darstellen. Hier sind besonders Teamsportarten wie Eishockey oder Basketball zu nennen.

Die Stellungnahme von Langhantelathletik

Die Kniebeugen sind die wichtigsten Übungen für die Maximalkraftentwicklung der unteren Extremitäten. Aus diesem Grund ist diese Übung ohne weitere spezifische Einflüsse auszuführen. Alle Extravaganzen machen eine echte Ausbelastung fast unmöglich. Das heißt, wenn Kniebeugen (nicht spezifisch) zur Kraftentwicklung eine wichtige Rolle in der Sportart spielen, dann müssen unter folgenden Bedingungen absolviert werden:

  • Belastung auf dem ganzen Fuß
  • Oberkörper bleibt aufrecht
  • Der Rücken ist angespannt
  • Die Kniebeuge wird immer in individueller und maximaler Tiefe ausgeführt (optimal Hüftgelenk tiefer als Kniegelenk)

Das soll nicht bedeuten, dass die Kniebeuge z.B. im Rahmen der Schnellkraftentwicklung nicht in sportartspezifischen Gelenkwinkeln trainiert werden soll. Alle Kniebeugen speziell trainieren macht allerdings überhaupt keinen Sinn.

Kniebeuge vorderfuß falsch

Falsch

Kniebeuge vorderfuß richtig

Richtig

Mehr Informationen könnt ihr bei unserem Kompaktseminar am 10.-12.06.2016 erfahren.
Erlenen und Planenj

Am Startpunkt 2.Zugphase sollte die Schulter weiter aufgerichtet sein

Kürzlich hatte ich einen anderen Trainer bei mir im Training und es kam eine Frage auf, bei der ich dich gerne um eure Meinung bitte. Er habe einige Athleten, die am Anfang der 2.Zugphase mit dem Oberkörper (Schulter) weiter aufgerichtet sind. Die Begründung war, durch die Aufrichtung des Oberkörpers (Hantel näher am Drehpunkt) wird Hebel kürzer und die Rumpfbelastung in der Beschleunigungsphase wird deutlich reduziert.

Die Stellungnahme von Langhantelathletik

Ist die Schulter zu Beginn des 2.Zuges nicht über sondern hinter der Hantel, hat der Sportler keine Chance eine optimale Hüftstreckung zum Einsatz zu bringen. Ausschließlich eine Kniestreckung für die maximale Körperstreckung und Geschwindigkeit zu nutzen ist nicht nur unökonomisch (gemeinsame Hüft- und Kniestreckung sind immer effektiver) sondern auch technisch fehlerhaft, weil durch eine zu starke Aufrichtung des Oberkörpers ein nicht gewünschtes Schlagen der Hantel provoziert wird.

Startpos 2. zug falsch

Falsch

Startpos 2. zug richtig

Richtig

Mehr Informationen könnt ihr bei unserem Kompaktseminar am 10.-12.06.2016 erfahren.
Erlenen und Planenj

Reißen im engen Griff (Griffbreite Umsetzen)

Kürzlich hatte ich einen anderen Trainer bei mir im Training und es kam eine Frage auf, bei der ich dich gerne um eure Meinung bitte. Er habe einige Athleten, die beim Reißen im engen Griff Reißen. Die Begründung war, auf der einen Seite die Schulter zu schonen (je breiter die Griffbreite, desto höher die Stabilitätsmomente im Schultergelenk) und auf der anderen Seite eine größer Hüftaktivität in der Beschleunigungsphase zu erreichen, damit ein größerer Übertrag auf die horizontale Beschleunigung gewährleistet ist.

Die Stellungnahme von Langhantelathletik

Enges Reißen benötigt eine extreme Beweglichkeit im Schultergelenk und ist durch den langen Hubweg auf große Geschwindigkeiten angewiesen. Das Hauptproblem ist aber das der gesamte Bewegungsablauf in der Zugphase verfälscht wird und durch einen starken Hüfteinsatz die Hantel nach vorn geschlagen wird, was zu großen Problemen beim Fixieren der Hantel führen kann. Insgesamt betrachtet, ist die Bewegung unökonomisch und verletzungsgefährdend und hat keine Vorteile gegenüber dem klassischen Reißen.

enger Reißgriff falsch

Falsch

enger Reißgriff richtig

Richtig

Mehr Informationen könnt ihr bei unserem Kompaktseminar am 10.-12.06.2016 erfahren.
Erlenen und Planenj