Christian Szebényi-Thomas
Magister Artium
Magister Artium

DOSB – Diplomtrainer

Krafttraining wird gegenwärtig auf verschiedene Arten angeboten. Dieses Angebot reicht vom freizeit- bzw. gesundheitsorientierten Training bis hin zum professionellen Spitzensport. In Letzterem, wie auch in einem leistungsbezogenen Training gewinnt ein langfristig angelegtes und strukturiertes Kraft und Athletiktraining zur Konditionierung immer mehr an Bedeutung.
Christian Szebényi-Thomas und Martin Zawieja blicken als ehemalige internationale Gewichtheber und Trainer auf eine lange Erfahrung im Bereich des Krafttrainings im Leistungssport zurück. Die eigenen Erfahrungen in der Sportart waren nicht hilfreich genug. Die enge Zusammenarbeit mit olympischen Sportarten und nichtolympischen Sportarten auf der Ebene von Stützpunkten und Nationalmannschaften in den letzten 20 Jahren hat beiden Kraft- und Athletiktrainern den nötigen intensiven Zugang für eine erfolgreiche athletische Leistungsentwicklung beschert.
Das Krafttraining als Konditionierung gewinnt in vielen Sportarten immer mehr an Bedeutung. Der Anschein, durch spezifische Bewegungen in der Sportart ein spezielles Krafttraining zu simulieren, hat sich leider nicht immer erfolgreich dargestellt. So sind bei Kraftmessungen oder anderen Analysen in verschiedenen Sportarten nicht nur muskuläre Defizite, sondern auch Mängel an schnellkraft- und statischen Fähigkeiten festgestellt worden.
Dennoch wird kontrovers diskutiert, welchen Stellenwert das Krafttraining im Trainingsprozess haben sollte. Die Grundvoraussetzung dafür ist sicherlich eine Darstellung der Kraftanforderungen in den Sportarten bezogen auf Muskelfunktion und Bewegungsanalyse der Sportart. Hier wurde in der Diskussion mit den Fachleuten aus der Sportart klar, dass eine komplexe Gestaltung (Zusammenspiel vieler Muskelgruppen) des Krafttrainings, eine sehr wichtige Rolle spielt. Das bedeutet: Nicht isoliertes eingelenkiges Krafttraining oder überdimensioniertes Stabilisationstraining bringt uns weiter, sondern anspruchsvolle Ganzkörperübungen aus dem Langhanteltraining wie Standreißen, Standumsetzen oder die Kniebeugen. Ein weiterer ökonomischer Aspekt wird in diesem Zusammenhang oft außer Acht gelassen. Der zeitliche Aufwand des Langhanteltrainings ist durch den Einsatz und die Synergie vieler Muskelgruppen viel geringer als klassisches Krafttraining. Bevor wir uns über eine athletische Leistungsentwicklung freuen können, ist die Übungsauswahl und Übungsqualität die wichtigste Vorraussetzung. Nur wer die nötige Geduld und Nachhaltigkeit in der Ausbildung an den Tag legt, wird einen fundamentalen Erfolg für sich und seine Sportler verbuchen können.